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Für Eltern und Betroffene

Ihr Kind wird gemobbt. Was jetzt hilft.

Sie merken, dass etwas nicht stimmt: Ihr Kind will morgens nicht mehr los, wird still, verliert Freundschaften. Sie sind damit nicht allein — und Sie müssen es nicht allein lösen. Auf dieser Seite steht, woran Sie Mobbing erkennen, was Sie in den nächsten Tagen tun können und wo Sie Hilfe bekommen.

Sie brauchen sofort jemanden zum Reden?

Diese Nummern sind kostenlos, anonym und unabhängig von uns. Sie müssen dafür niemanden um Erlaubnis fragen.

116 111 Kinder- und Jugendtelefon der „Nummer gegen Kummer“
0800 111 0 550 Elterntelefon der „Nummer gegen Kummer“
110 Polizei — bei akuter Gefahr

Woran Sie es erkennen


Kinder erzählen selten von sich aus, dass sie gemobbt werden — aus Scham, oder aus Angst, dass es dadurch schlimmer wird. Meistens zeigt es sich im Verhalten, bevor es zur Sprache kommt.

  • Ihr Kind will nicht mehr in die Schule und klagt morgens über Bauch- oder Kopfschmerzen.
  • Es zieht sich zurück, wird schweigsam oder ungewöhnlich gereizt.
  • Schulsachen, Kleidung oder das Handy sind beschädigt oder „verschwinden“ immer wieder.
  • Es wird nicht mehr eingeladen, Freundschaften brechen ohne Erklärung ab.
  • Es reagiert erschrocken oder verschlossen auf Nachrichten am Handy.
  • Die Noten fallen, ohne dass sich am Lernverhalten etwas geändert hat.
  • Es schläft schlecht, isst anders, wirkt dauerhaft erschöpft.
  • Es nimmt Umwege, um bestimmten Orten oder Personen auszuweichen.

Ein einzelner Punkt ist noch kein Beweis — Kinder haben schlechte Wochen. Mehrere Punkte über mehrere Wochen sind ein Grund, ruhig und ohne Vorwurf ins Gespräch zu gehen. Und wenn Sie sich ernsthaft Sorgen um die seelische Verfassung Ihres Kindes machen, warten Sie damit nicht: Sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin oder einer Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Nähe.

Was Sie in den nächsten Tagen tun können


01

Zuhören, ohne sofort zu handeln

Die größte Angst Ihres Kindes ist, dass alles schlimmer wird, sobald Erwachsene eingreifen. Sagen Sie zu, dass Sie nichts ohne Absprache tun — und halten Sie sich daran. Das ist der Preis dafür, dass Ihr Kind weiter mit Ihnen redet.

02

Aufschreiben, was passiert

Datum, Ort, wer beteiligt war, was gesagt oder getan wurde. Bei Cybermobbing: Screenshots machen, bevor Nachrichten gelöscht werden. Diese Aufzeichnungen sind später die Grundlage für jedes Gespräch mit der Schule — und der Unterschied zwischen „gefühlt“ und „belegt“.

03

Das Gespräch mit der Schule suchen

Erst die Klassenleitung, dann die Schulleitung. Sachlich, mit Ihren Aufzeichnungen, mit einer klaren Bitte statt einer Anklage. Fragen Sie nach einem konkreten nächsten Schritt und nach einem Termin, an dem Sie gemeinsam nachschauen, ob er gewirkt hat.

04

Sich Unterstützung holen

Sie müssen das nicht allein tragen. Wir bieten vertrauliche Einzelsprechstunden für Eltern an — und arbeiten auf Wunsch direkt mit der Schule, damit nicht Sie diejenigen sein müssen, die alles anstoßen.

Wie wir Ihnen helfen können


Sie erreichen uns unabhängig davon, ob Ihre Schule mit uns zusammenarbeitet.

Trainerin im vertraulichen Einzelgespräch mit einem Schüler in einem leeren Klassenraum

Vertrauliche Einzelsprechstunde

Für Sie, für Ihr Kind, oder für beide. Wir sortieren gemeinsam, was passiert ist und was der nächste sinnvolle Schritt ist. Präsenz oder online.

Eltern im Gespräch mit zwei Schulvertreterinnen, begleitet von einer Person der Save Guard Angels

Begleitung im Gespräch mit der Schule

Wenn Sie sich das Gespräch mit der Schulleitung allein nicht zutrauen oder es schon einmal ins Leere gelaufen ist, bereiten wir es mit Ihnen vor.

Mandy Mewes zeigt einer Schülerin im Klassenraum eine Befreiungstechnik

Selbstbehauptung für Ihr Kind

Haltung, Stimme, Grenzen setzen — angeleitet von Mandy Mewes, ehemalige Militärpolizistin. Kein Kampfsport, sondern die Erfahrung, sich wehren zu dürfen.

Für Kinder und Jugendliche

Du wirst gemobbt?


Es ist nicht deine Schuld. Auch nicht ein bisschen. Und du musst da nicht allein durch.

  • Erzähl es jemandem, dem du vertraust — deinen Eltern, einer Lehrerin, einem älteren Geschwisterkind, einer Trainerin.
  • Wenn du mit niemandem aus deinem Umfeld reden willst: Ruf die 116 111 an. Das ist kostenlos, du musst deinen Namen nicht sagen, und es erfährt niemand.
  • Mach Screenshots von allem, was dir im Netz geschrieben wird. Auch wenn du es gerade nur wegwischen willst.
  • Wenn du willst, dass an eurer Schule etwas passiert: Schreib uns. Wir melden uns bei dir — nicht bei deiner Schule.

Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen?


Schreiben Sie uns, was los ist — so knapp oder so ausführlich, wie Sie mögen. Wir melden uns bei Ihnen. Ein erstes Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts.